Gewerkschaftstag 2019

Vielfalt bereichert!

Vom 23. bis 25. Mai 2019 kamen mehr als 400 Delegierte der GEW NRW in Essen zusammen für Diskussionen, Beratungen und Wahlen. Neben Debatten und Beschlüssen wurden der neue Landesvorstand und eine neue Landesvorsitzende gewählt.
Gewerkschaftstag 2019

Dorothea Schäfer, die zehn Jahre lang die GEW in NRW als Vorsitzende gestaltet hatte, trat nicht zur Wiederwahl an. Mit mehrfachem, lange anhaltendem Applaus und einem bunten Abendfest verabschiedete sich die Mitglieder und Kolleg*innen der GEW NRW von ihr. An ihre Stelle tritt Maike Finnern, ehemals stellvertretende Landesvorsitzende, die sich mit einer ausführlichen und kämpferischen Rede für den Landesvorsitz empfahl. Das Wahlergebnis zeigte die breite Zustimmung der Delegierten. Zu Stellvertreter*innen wurden ebenfalls mit breiter Zustimmung gewählt die Gesamtschullehrerin Ayla Celik und der Berufskolleglehrer Sebastian Krebs.

Aus Mettmanner Sicht war vor allem die Wahl des dreiköpfigen Leitungsteams des Referates Arbeits- und Gesundheitsschutz interessant, dem mit Harda Zerweck und Uwe Schledorn gleich zwei Vertreter des Kreises Mettmann angehören.

Neben den Wahlen beschlossen die rund 400 Delegierten mit großen Mehrheiten mehrere Anträge, die sich für den Schutz der Menschenrechte gegen Rassismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit sowie jegliche Formen der Diskriminierung aussprechen. Auch eine Resolution zur Unterstützung der "fridays for future"-Proteste wurde angenommen.

Als Vertreter der NRW-Landesregierung erschien am zweiten Tag der Staatssekretär aus dem Ministerium für Schule und Bildung Mathias Richter. In seiner Ansprache ließ er zwar kein bildungs- und gewerkschaftspolitisches Thema aus, aber seine Aussagen konnten die Delegierten nur wenig überzeugen, sodass sich eine ausführliche und kritische Debatte anschloss. Einig waren sich alle in der Feststellung, dass dringender Handlungsbedarf besteht bei dem eklatanten Mangel an ausgebildeten Lehrer*innen, bei den baulichen Mängeln an den Schulen vor Ort, bei der Ausstattung von Schulen mit zusätzlichen Ressourcen nach Sozialindex und bei einer gerechten einheitlichen Besoldung der Lehrer*innen im Eingangsamt nach A13.

Bei der Umsetzung forderten die Delegierten von der Landesregierung rasches und entschlossenes Handeln. Sie überreichten Staatsekretär Mathias Richter für die Weitergabe an Schulministerin Yvonne Gebauer eine Resolution, in der sie Maßnahmen gegen den Lehrer*innenmangel, die Senkung der Unterrichtsverpflichtung, die Besoldung für alle Lehrkräfte im Einstiegsamt nach A13 Z beziehungsweise EG 13 sowie die Verkleinerung der Klassengrößen fordern.