Stolpersteine der GEW-Mettmann

Ein neues Format der Bildungsarbeit zur Unterstützung der Lehrerräte wird erfolgreich ausprobiert

Unter dem Titel "Stolpersteine für Lehrerräte beim Einsatz für Gesundheitsschutz? – Wegräumen? Drübersteigen? Und wie?" finden in unregelmäßigen Abständen Unterstützungsangebote für Lehrerräte nicht nur des Kreises Mettmann statt.
Stolpersteine der GEW-Mettmann

Foto: pixabay

Begonnen hatte alles mit einer eintägigen Lehrerratsfortbildung der GEW Mettmann zum Thema Arbeit- und Gesundheitsschutz im November 2017 in Mettmann, durchgeführt von Harda Zerweck, ehemalige Vorsitzende des HPR Förderschulen und Uwe Schledorn, Lehrerrat aus Hilden und Ersatzmitglied im BPR Förderschulen Düsseldorf.

Wir, d.h. die anwesenden Lehrerräte und wir Moderatoren, stellten fest, dass enorm viele Fragen und ganz viel Beratungs- und Diskussionsbedarf zu den Themenfeldern Arbeitsschutz und Gesundheitsschutz aus der Perspektive von Lehrerräten aufkamen, die an einem Tag auch nicht annähernd zu bearbeiten waren. Wir haben deshalb gemeinsam beschlossen eine lose Reihe Stolpersteine genannt zu begründen. Die Idee war, Fragen und Problembereiche zusammen zu stellen und dann alle paar Monate an einem Nachmittag für 2-3 Stunden zusammen zu kommen, eine Fragestellung auszuwählen und in die Diskussion zu gehen. Dies unter der Perspektive: Welche Möglichkeiten haben wir Lehrerräte, um aktiv zu werden, welche Probleme treten auf oder können auftreten und wie können wir vorgehen, um Probleme besser lösen zu können. Die Arbeit der Lehrerräte soll aktiv begleitet und unterstützt werden.

Wenige Wochen später, im Februar 2018, trafen wir uns und besprachen die Arbeit und die Arbeitsmöglichkeiten von Lehrerräten unter dem Thema Gewalt gegen Lehrkräfte. Wir Moderatoren führten in das Thema ein unter der Fragestellung der Handlungsmöglichkeiten der Lehrerräte und der betroffenen Lehrkräfte. In der Diskussion zeigte sich, wie hilfreich der Austausch für die meisten Lehrerräte ist. Im übrigen waren auch schon Anregungen der ersten Veranstaltung zum Arbeits- und Gesundheitsschutz umgesetzt und als sehr positiv empfunden worden.

Der nächste „Stolperstein“ musste aus Krankheitsgründen auf den Oktober verschoben worden. Eingeladen wurden alle Lehrerräte des Kreises Mettmann sowie die Lehrerräte, die an den ersten Veranstaltungen teilgenommen hatten und z.B. aus Düsseldorf, Essen oder dem Bergischen Land kamen.

Diesmal wählten wir das Thema spezieller. Themen, die die Lehrerräte zusammenstellten, sind beispielhaft Vertretungsunterricht, Stundentafeln, Überstunden, Springstunden insbes. der Teilzeitkräfte, Bereitschaftsstunden, Raumsituationen.

Probleme des Arbeits- und Gesundheitsschutzes aber bleiben. Wir werden uns demnächst intensiv dem Bereich der Schadstoffbelastungen in Schulgebäuden widmen. Welche Möglichkeiten haben Lehrerräte bei vermuteten Schadstoffbelastungen? Wer kann hinzugezogen werden? Diskussion von Checklisten des BAD oder der Bezirksregierung? Zusammenarbeit mit der Schulleitung? …

Wir, das Moderatorenteam, freuen uns auf die weitere Arbeit im Rahmen der neuen Reihe Stolpersteine für Lehrerräte. Hier sollen konkrete Probleme der Arbeit in Lehrerräten angegangen werden und Lösungen gemeinsam entwickelt werden.

Uwe Schledorn